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Tierschutzprojekt Ungarn e.V

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Willkommen beim Tierschutz Projekt Ungarn e.V

OB Hesky verteidigt Hundefängeranlage in Baja

Sehr geehrte Mitglieder, Freunde und Förderer des Tierschutzprojektes Ungarn,
Mit dieser Protestpostkarte, gegen die unzumutbaren Umstände in der Hundefängeranlage in Baja, forderten wir Sie auf, Ihren Protest an den Oberbürgermeister Herrn Hesky (Stadt Waiblingen) zu senden. Viele sind unserem Aufruf gefolgt und haben diese Protestkarte ausgefüllt an den OB Hesky geschickt. Hierzu möchten wir Ihnen herzlich danken.
Herr Hesky widerum verschickt nun entsprechende Antwortkarten [31 KB] an Sie. Etliche Tierfreunde haben mich ( Wolfgang Stephanow) in den letzten Wochen angesprochen, und fragten, in wie weit der Inhalt der durch Hr. Hesky verschickten Antwortpostkarte zutrifft. Bewusst habe ich mir für diese Antwort länger Zeit genommen, denn ich wollte nicht Vermutungen äußern.
Lesen Sie im folgendem Beitrag unsere Stellungnahme zu Herrn Heskys Antwortkarte ....

Sehr geehrte Mitglieder, Freunde und Förderer des Tierschutzprojektes Ungarn,

vor einigen Wochen haben viele von Ihnen eine Antwortpostkarte vom Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen [31 KB], Herrn Hesky, bekommen. Für diejenigen von Ihnen, die den Sachverhalt nicht näher kennen hier eine kurze Erklärung: Waiblingen ist die deutsche Partnerstadt der ungarischen Stadt Baja welche die Hundefängeranlage betreibt. Herr Hesky reagiert mit dieser Postkarte auf unseren Protestaufruf, mit dem wir Ihn gebeten haben Einfluss auf die Stadt Baja zu nehmen, bzw. ihn auf die untragbare Situation in der dortigen Hundefängeranlage hinwiesen. Etliche Tierfreunde haben mich in den letzten Wochen angesprochen und fragten nach, in wie weit der Inhalt der durch Hr. Hesky verschickten Antwortpostkarte zutrifft. Bewusst habe ich mir für diese Antwort länger Zeit genommen, denn ich wollte nicht Vermutungen äußern. In den letzten Wochen habe ich zu diesem Thema recherchiert und bin nach Baja gefahren, um mir ein Bild direkt vor Ort machen zu können. Verwunderlich finde ich es nach wie vor, dass Herr Hesky den direkten Kontakt mit mir meidet, und nur über die Medien oder Presse mit mir kommuniziert. Herr Hesky schreibt zum Beispiel:... ich hätte ihm nicht die Adresse der Hundefängeranlage Baja genannt. Diese Aussage ist nicht richtig. Richtig ist: Er hatte mich per Mail nach der Adresse gefragt. Ich habe ihm wahrheitsgemäß geantwortet, dass mir eine Adresse nicht bekannt ist. Zu Ihrem besseren Verständnis: Die Hundefängeranlage liegt weit außerhalb der Stadt Baja, und ist nur über einen schwer befahrbaren Feldweg zu erreichen. Es gibt dort  kein Straßenschild. Sicherlich wird es eine Adresse geben, denn dort steht unter anderem ein kleines Gehöft und die Hundefängeranlage, doch mir wurde nie eine Adresse genannt.

Ich habe Herrn Hesky angeboten, ihn bei einem eventuellen Besuch zu begleiten und ich würde mich hierfür nach seinen Termin richten. Über die Waiblinger Presse musste ich dann erfahren, dass Herr Hesky Tierschützer für zu emotional hält, und daher auf meine Begleitung verzichtet hat.

Desweiteren schreibt Herr Hesky: Der Zweck der Station sei: die Möglichkeit zur Unterbringung herrenloser Hunde durch die umliegenden Städte und Gemeinden zu schaffen,  da diese Tiere ggf. eine Gefahr für die Menschen darstellen. Ich will nicht abstreiten, dass es in Ungarn, ebenso wie bei uns in Deutschland, gelegentlich Beißunfälle gibt, bei denen Menschen verletzt werden. Diesen leidigen / zweifelhaften Versuch eine Daseinsberechtigung für eine solche Anlage zu schaffen, höre ich leider immer wieder. Herr Hesky schließt sich dieser Argumentation leider an. In Ungarn gibt es über 80 Hundefängeranlagen, Baja ist eine davon. Hier werden, um es auf den Punkt zu bringen, nicht gewollte, schutzlose Tiere, mehr oder weniger brutal ermordet! Nicht mehr und nicht weniger. Das Betreiben eines Tierheimes, oder groß angelegte Kastrationsaktionen, sind den lokalen Politkern zu teuer. Wenn man sich einmal die Statistiken ansieht über die Beißunfälle in ganz Ungarn dann sind die, die durch Streunerhunde passieren, ein ganz geringer Bruchteil. Schaut man sich die ungarischen Statistiken zu den durch herrenlose Hunde /Straßenhunde verursachten Beißunfällen an, stellt man schnell fest, dass diese Hunde nur zu einem kleinen Teil an Beißvorfällen beteiligt sind. Am 15.12.2011 habe ich die Hundefängeranlage in Baja unangemeldet besucht. Da ich die Leute kenne wurde ich eingelassen und durfte mir alles ansehen. Wenige Monate vorher, wurde ein mir beauftragter deutscher Besucher, mit dem Hinweis, dass er den Besuch vorher bei der Stadtverwaltung anzumelden habe, abgewiesen. Bei meinem Besuch waren 28 Hunde in der Anlage, einige davon schwer krank mit hohem Fieber. Unter anderem fand ich eine verletzte Schäferhundmischlingshündin vor. Der Hündin fehlte ein Auge und ein Ohr war verletzt. Die Verletzungen sahen wie typische Bisswunden aus. Das Tier war nicht tierärztlich versorgt. Offensichtlich gibt es nach wie vor keine funktionierende, organisierte ärztliche Versorgung der Tiere. Auch fand ich zwei ca. 6 Wochen alte Welpen vor, untergebracht in einem Betonverschlag ohne Tageslicht oder Heizung. Beide Tiere waren deutlich unterkühlt. In dem Lagerraum für tote Tiere sah ich zwei große Container, randvoll mit Hundekadavern. Die Stadt Baja hat, obwohl ich dies nachweislich mehrfach angeboten habe, bis zum heutigen Tag keinen Kontakt zu mir aufgenommen. Auch unternimmt sie nichts um die Hunde zu vermitteln. Ich konnte keine ernsthaften Vermittungsabsichten seitens der Stadtverwaltung feststellen.

Herr Hesky beteuert in seinem Schreiben: dass auch ihm persönlich der Tierschutz und ein artgerechter Umgang mit den Hunden ein großes Anliegen ist ..

Das will ich nicht abstreiten. Aber leider unternimmt er nichts, um diese noch immer unhaltbare Situation in Baja zu beenden. Ich habe an diesem Tag 6 kranke Hunde mitnehmen können. Sie werden in unserem befreundeten Tierheim in Ungarn nun tierärztlich behandelt.

Herrn Hesky ist der artgerechte Umgang mit Hunden ein großes Anliegen. Aber was macht er?

 

Ihr

Wolfgang Stephanow

  

(Alle hier gezeigten Fotos wurden am 15.12.2011 in der Hundefängeranlage in  Baja aufgenommen. An diesem Tag waren keine Hunde von denen eine Gefahr für Leib und Leben ausgeht hier untergebracht. Auch bei den, in der Vergangenheit unzähligen Besuchen dieser Anlage, sahen wir nur sehr, sehr selten Tiere die als gefährlich anzusehen waren.)

 

 

Weihnachten für die Tiere in Derecske ?

  Wir denken diese Bilder sprechen für sich. Sie wurden vor wenigen Tagen in Derecske/Ungarn aufgenommen. Es regnete in Strömen und wir mussten einige der kleineren Hunde aus den Zwingern holen damit sie nicht ertrinken. Bald ist Weihnachten aber leider nicht für Alle. In diesem Tierheim hat der Kampf um Leben und Tod hat begonnen. Der Regen ist jetzt in Schnee übergegangen ,und man erwartet in den nächsten Tagen zweistellige Minustemperaturen. Für die hier untergebrachten Tiere geht es nun ums nackte Überleben. Die starken Tiere werden es  vielleicht schaffen, die Schwachen haben kaum eine Chance. Erschwerend kommt hinzu, dass eine regelmäßige Futterversorgung im Dezember nicht gewährleistet ist.
 
Wie in vielen ungarischen Tierheimen, werden auch hier in Derecske, die Hunde mit Essensresten aus Kantinen und Schulküchen gefüttert. In ein paar Tagen beginnen die Weihnachtsferien und damit schließen diese Einrichtungen.  Vor ein paar Tagen stand ich völlig hilflos vor diesen Hunden. Natürlich ist mir bewusst, dass man nicht allen helfen kann.   Und das tut sehr weh.
 
Ich wende mich heute an Sie, mit der Bitte, hier in Derecske zu helfen. Mit Ihrer freundlichen Unterstützung können wir gemeinsam zumindest für genügend Futter sorgen. Helfen Sie, dass die Hunde bei diesen ungünstigen Witterungsverhältnissen nicht auch noch zusätzlich hungern müssen.
 
Trotz dieser schlechten Nachricht wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, und möchte allen Tierfreunden die uns in diesem Jahr unterstützt haben, im Namen der Tiere in Ungarn, von Herzen danken. Ich bin mir sicher, Sie werden auch  jetzt die Hunde in Derecske in ihrem Kampf ums Überleben nicht im Stich lassen.

Ihr Wolfgang Stephanow

Denn jede Seele zählt.

Eisige Nächte - Wir brauchen Ihre Hilfe !

Der Winter ist da, in den Nächten wird es bereits eisig kalt. Die Temperaturen sind bis auf -8 Grad abgefallen. Dieses Jahr hat es uns leider, im wörtlichen Sinne, kalt erwischt. Wir wussten wohl das das Gas in unserem Gastank zur Neige geht, hatten aber gehofft, dass es noch bis ins neue Jahr reicht.
Doch dem war leider nicht so, der Zähler steht fast bei null. Das Quarantänehaus mit seinen 40 Plätzen kann schon jetzt nicht mehr durchgehend geheizt werden. Immer öfter bleibt die Heizung aus. Nur ab und zu können die Mitarbeiter sie noch zünden, damit wenigstens nach der täglichen Reinigung es nicht noch zusätzlich nass in den Zwingern bleibt.
Im Winter versuchen wir neben den vielen Neuzugängen auch die kurzhaarigen, abgemagerten Hunde in dem Quarantänehaus unterzubringen. Diese Hunde und die kleinen Welpen werden ohne wärmende Unterkunft elendig erfrieren. Aber ohne die Heizung nutzt uns das alles nichts. Wir versuchen uns derzeit mit Wärmelampen zu helfen, aber das geht leider auch nicht in allen 40 Boxen. Das Stromnetzt kann das nicht hergeben.
( Foto: Besonders die kurzhaarigen Hunde leiden. Wärmelampen spenden ein wenig Wärme) (Foto: Abgemagert bis auf die Knochen). Viele Tiere bekommen wir in einem erbärmlichen Zustand von der Straße. Wir sind ihre letzte Chance. Wir geben den Straßentieren Schutz, medizinische Versorgung und Futter. Was noch fehlt ist: Wärme! Nicht nur Wärme für die Seele, sondern auch für den Körper. Und an dieser Stelle sind Sie gefragt!
Bitte helfen Sie den Tieren !
Lassen Sie sie nicht erfrieren!
Schon eine kleine Spende schenkt die
überlebensnotwenige Wärme !

Das Tierschutzprojekt Ungarn dankt Ihnen jetzt schon für Ihre Unterstützung, denn ohne Ihre Hilfe würden diese Tiere schon lange nicht mehr leben.
Hier können Sie schnell und einfach online Spenden!

Fohlen für den Schlachter !

Die diesjährige letzte Fohlenauktion in Maishofen kostet wieder vielen kleinen Fohlen und Pferden das Leben. Tiere, die bisher keinen neuen Besitzer gefunden haben, werden hier zusammengetrieben, um für ein paar Euros an die Schlachtbetriebe verkauft zu werden. Um wenigstens ein paar Tieren dies zu ersparen, fuhren Wolfgang Stephanow und Rene Plamper zur Fohlenauktion nach Maishofen in Österreich. Was sie dort sahen und erlebten lesen Sie in dem folgenden Reisebericht.

Maishofen - Österreich im Oktober 2011
Wie jedes Jahr brach ich Ende Oktober nach Österreich/Maishofen auf. Dank der Unterstützung vieler Tierfreunde waren wir in der Lagewieder ein paar Fohlen den grausamen Tod im Schlachthof zu ersparen. So fuhren wir Richtung Österreich/Maishofen. Am 25.10.fand hier, wie jedes Jahr, die letzte große Versteigerung statt. Über 200 Fohlen sowie viele ausgewachsene Pferde wurden hier letztmalig zum Kauf angeboten. Das bedeutet, dass diese Pferde in den vorangegangenen zwei Versteigerungen keinen Zuschlag bekommen haben, nun an diesem kalten, eisigen Morgen hier standen, um ihre letzte Reise anzutreten. Wir waren schon einen Tag früher angereist, und mussten am frühen Morgen des Tages vor der eigentlichen Pferdeauktion beobachten, wie ein sichtlich gereizter  Bauer, kleine Kälber die Laderampe herunter warf. In einem Pferdetransporter hatte er 10 kleine Kälber gesperrt, und da diese freiwillig nicht heraus wollten, griff er sie und schleuderte sie brutal die Rampe herunter. An diesem Tag wurde mir wieder einmal bewusst, wie wenig manchen Menschen ein Lebewesen bedeutet. Auf unseren Protest und unsere Schreie reagierte er nicht, er entlud auf seine Weise die Ware weiter. Kälber, die an demselben Tag, in einem Sammeltransport ,mit vielen anderen Leidesgenossen in die Schweiz transportiert wurden um dort als Kalbfleisch zu enden.

Am nächsten Morgen es war 4 Uhr, ich konnte nicht mehr schlafen, habe ich das am Auktionsgelände liegende Hotel verlassen, um zu schauen ob die italienischen Schlachtfohlenaufkäufer schon da waren. Es war noch sehr still auf dem Gelände. Nur ein paar Kälber die von der gestrigen Auktion übrig geblieben waren, brüllten nach ihren Müttern. Eine tödliche Stille, denn auch diese Kälber würden nicht mehr lange leben. Gegen 7.30 Uhr, wie auf ein Zeichen hin, ging es dann Schlag auf Schlag. Die ersten LKWs rollten in Richtung Versteigerungsgelände. Viele italienische  und österreichische Aufkäufer platzierten ihre LKWs vor den Rampen der Verladeplätze des Versteigerungsgeländes. Genau zu diesem Zeitpunkt kamen auch die ersten Verkäufer an. Sie brachten ihre Fohlen aus ganz Österreich hierher. In den vielen Gesprächen die ich im Laufe des Tages mit den Verkäufern führte, hörte ich immer wieder: Geboren im April 2011 . Gedanklich ergänzte ich die Aussage: und nun der letzte Weg zum Schlachter . Die Viehhändler sind eine eingeschworene Gruppe. Sie stehen beisammen, trinken, lachen, rauchen und bereiten sich auf die Auktion vor. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie ein Bauer ein kleines Fohlen, welches er vielleicht sogar mit der Hand aufzog, dieses nur ein paar Monate später einem Schlachtaufkäufer übergibt. Während ich diesem Gedanken folgte, fiel mein Blich auf eine junge sympathisch aussehende Frau. Sie übergab gerade ihre beiden erwachsenen, 7 Jahre alten Pferde, dem Schlachter.

Haben diese Menschen keine Gefühle mehr für ihre Mitgeschöpfe oder zählt ein Leben nichts mehr? Die Auktion begann. Nummer um Nummer, ein Tier nach dem nächsten wurde in die Versteigerungshalle geführt. Die Schlachter versorgten sich mit ihrer Ware. An diesem 25ten Oktober wurden leider nur sehr wenige Tiere von Privatleuten oder Tierschützern ersteigert und dürfen so weiter leben. Heute, während ich diesen Bericht schreibe, leben die meisten der Tiere wohl nicht mehr.

Das Tierschutzprojekt Ungarn konnte auch dieses Jahr, gemeinsam mit einigen Tierschutzfreunden, zu denen auch  Tierverbunden.at gehört,  einige dieser armen Geschöpfe freikaufen. Diese Seelen werden weiter leben. Ich habe mir das Ziel gesetzt, zukünftig gegen die Fohlenzucht für den Schlachthof zu kämpfen. In den nächsten Wochen wird es Gespräche mit dem Landeszuchtverband Salzburg geben. Ich versuche dieses unendliche Elend irgendwann zu stoppen. heute noch sehe ich die Bilder der Fohlen vor mir. Sehe wie sie am Abend der Auktion verladen werde. Höre ihre schrillen Schreie, ihr lautes Wiehern nach den Müttern denen sie entrissen wurden. In Gedanken  sehe ich die armen Geschöpfe auf ihrem Weg in den baldigen Tod, in einem Schlachthof, irgendwo in Italien. Wie grausam und gefühlskalt können Menschen sein? Ich möchte allen Unterstützern des Tierschutzprojektes Ungarn und P.A.N. für ihre Unterstützung dieser Rettungsaktion herzlich danken. Sie ermöglichten es, dass wir diese kleinen Geschöpfe freikaufen konnten, und dass sie nun ein langes, schönes Leben vor sich haben. Danke sage ich auch der Bestsellerautorin Gaby Hauptmann.
 

Sie unterstützt das Tierschutzprojekt Ungarn e.V und war auch auf dieser Auktion in Maishofen anwesend. Sie hat weitere  zwei arme Seelen freigekauft. Liebe Gaby, ich danke dir für deinen großen Einsatz. Mein ganz besonderer Dank gilt meiner lieben Freundin Lisa Albrecht. Sie kämpft täglich in Österreich für das Leben der Fohlen. Ohne ihre Hilfe hätten auch wir nicht helfen können. Weiterhin danke ich all denen die diese Rettungsaktion erst ermöglicht haben. Ich hoffe, dass wir mit Ihrer Unterstützung auch in den nächsten Jahren den Schlachtfohlen aus Maishofen helfen können.

Begleitet wurde diese Aktion auch diesmal von einem Kamerateam der ARD. Wir versuchen diesen Filmbeitrag nach dessen Ausstrahlung auf unserer HP zu veröffentlichen.

Der tägliche Wahnsinn

Wenn Sie den nachfolgenden Bericht unserer ungarischen Tierheimleiterin Frau Krepsz aus Székesfehérvár/Ungarn lesen, können Sie vielleicht verstehen, warum wir immer und immer wieder um Ihre Hilfe bitten müssen. Der kleine Hund Sajo ist ein kein Einzelschicksal, so oder so ähnlich wiederholt es sich jeden Tag. Es beginnt mit einer Email aus dem Tierheim. Mehrfach jede Woche erreicht und ein solcher Hilferuf mit der Bitte an uns eine Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung über Leben oder Tod! Das Tierheim in Ungarn verfügt nicht über die finanziellen Möglichkeiten all diesen in Not geratenen Tieren zu helfen. Dank Ihrer großen Unterstützung sind wir, so denken wir, das einzige Tierschutzprojekt Ungarns das über eine eigene funktionierende kleine Tierklinik verfügt und zudem einen Veterinär beschäftigt. Trotzdem gibt es, wie bei dem kleinen Sajo, auch für unseren Arzt Grenzen. Eine Untersuchung und ein evenuteller Aufenthalt bei einem Spezialisten wird notwendig. Jede Woche müssen wir erneut rechnen welche Gelder uns zur Verfügung stehen um solchen Notfällen helfen zu dürfen.Wir haben ja nicht nur den kleinen Sanjo, sondern müssen für über 1000 Tiere im Jahr effektive Hilfe zur Verfügung stellen. Fast immer sind wir ihre letzte Chance.  Um es vorweg zu nehmen: Das Tierschutzprojekt Ungarn hat sich für die Behandlung von Sanjo entschieden, ein kleiner junger Hund, der sein Leben bisher noch nicht gelebt hat. Über Monate muß er mit starken Schmerzen gelebt haben. Ob sein Besitzer ihn deshalb ausgesetzt hat wissen wir nicht. Wir werden uns der Verantwortung wieder einmal mehr stellen und versuchen ihm zu helfen. Und wieder einmal mehr wenden wir uns an Sie mit der Bitte uns zu helfen damit wir gemeinsam den Tieren eine Zukunft zu geben können. Ohne Ihre Unterstützung wird es für viele leidende Tiere wie z.B. dem kleinen Sajo keine Zukunft geben. Lesen Sie den nachfolgenden original Auszug aus der Email der Tierheimleitung an uns und entscheiden Sie selber.


SAJÓ:
 
Ein armer Hund wurde heute ins Tierheim aufgenommen SAJÓ,ein 2 Jahre alter kleinerer Rüde,Mix.Er ist mager und hat auch Darmentzündung,sein Auge ist leider verletzt
Diagnose nach der ersten Untersuchung ist:
Grüner Star,wo das Wasser sich nicht entfernen kann,darum ist aufgeschwollen
Entweder hat genetische Stammung  und dann steht es die Gefahr,dass auch das andere Auge genauso krank wird,oder früher irgendeine andere grosse Trauma hatte.
Diese erfahren zu können würde man genausere Untersuchung brauchen,ob zum Beispiel dem Hund das Auge schmerzt,dazu müsste man aber  Augendruck messen.Das kann man bei uns nicht machen,dazu müsste man ihn zu Dr.Seregi (Tierklinik in Budapest) mitnehmen
Auch kann man noch nicht genau wissen,ob Sajó irgendein Problem noch hätte,der Tierfänger hat ihn hineingebracht,und der Bewohner,der den Hund gemeldet hatte,hat gesagt,dass Sajó lange auf dem Stadtgegend herumgelaufen ist,sicher dass nichts zu fressen hatte,und jetzt wasfür Zustand hat er( Leber,Niere usw.)
Peter (unser Veterinär im Tierheim) sagt,das Auge muss eventuell entfernt werden,aber wenn die Krankheit genetisch ist,und auch das andere Auge krank wird,müsste der Hund schon ein ruhiges,gutes Zuhause haben,weil dann auch das andere Auge ausoperiert werden muss.
 
Unsere Frage wäre an euch,ob wir ihn in Dr.Seregis Klinik mitnehmen dürften und dann?Sollen wir noch auswarten,ob er auch andere eventuelle probleme hat oder je früher zu Dr.Seregi zu liefern.
Wenn ich ihn jetzt transportieren darf,sollte ich auch TONJA mitliefern?

Vielen Dank!

Gyöngyi

3 von 1000

Wir möchten Ihnen heute drei Einzelschicksale von Hunden vorstellen, die stellvertretend für über 1200 Tiere stehen die jährlich im Tierheim in Székesfehérvár aufgenommen werden. Es sind keine kleinen Welpen, die eine Chance auf schnelle Vermittlung haben. Es sind alte Tiere, die bei Ihren Besitzern lebten und nun im Alter nicht mehr erwünscht sind.

Da ist Morgo, ein 7 Jahre alter ungarischer Kommondor, eine der ältesten ungarischen Hunderassen. Groß und stolz, normalerweise mit langem Behang. Sein Besitzer brachte ihn selbst ins Tierheim Székesfehérvár.

 

 

 

 

Vollkommen verwahrlost und mit verfilztem Fell. Abgemagert bis auf die Knochen brachte er ihn zu uns. Er wäre zu alt um aufzupassen und einfach nur noch lästig, so die Aussage seines Besitzers.

 

 

 

 

Da ist Arasz, ein alter Golden Retriever. Wir wurden von Anwohnern in der nahen Stadt auf ihn aufmerksam gemacht. Man beobachtete ihn über Tage wie er versuchte fressbares in den Mülltonnen zu finden. Arasz ließ sich von uns einfangen und so führte auch sein Weg in  das Tierheim Székesfehérvár. Bei der Untersuchung durch unseren Veterinär fand man an seinem Körper mehrere tennisballgroße Tumore. Auch seine Hüfte bereitete ihm große Beschwerden. Unser Arzt entdeckte aber auch eine rasierte Stelle am vorderen Bein des Hundes, an der vor noch nicht allzu langer Zeit Blut entnommen wurde. Wahrscheinlich war sein Besitzer mit ihm bei einem Arzt und als er hörte was eine eventuelle Behandlung kosten wird hat er ihn kurzerhand auf der Straße entsorgt.

Und da ist auch noch Imperator, liebevoll Impi genannt. Ein altdeutscher Schäferhund mit Hüftdysplasie. Gefunden wurde Impi in einem kleinen Ort nahe der Autobahn. Er saß an der Straße und sah den vorbeifahrenden Autos hinterher. Alt, lästig , ausgesetzt, das Schicksal vieler Hunde und Katzen in Ungarn. Doch auch sie finden einen Platz im Tierheim in Székesfehérvár, denn gerade sie brauchen unsere Hilfe.

 

Diese drei  beispielhaft genannten Hunde und über das Jahr weit über tausend weitere Tiere werden jedes Jahr in unserem Tierheim versorgt und behandelt, denn das ist unsere Auffassung von Tierschutz. Unsere Auffassung von Tierschutz ist nicht das aussortieren leicht vermittelbarer Welpen und schöner Hunde nach Deutschland, sondern das Verbessern der Lebensumstände der Tiere in Ungarn,verbunden mit Kastrationen um die unendliche Flut einzudämmen. Ebenfalls wichtig in unserer Tierschutzarbeit ist es die Menschen davon zu überzeugen das ein Tier kein Wegwerfartikel ist.

Wir kämpfen um jedes Leben. Um das Leben des kleinen Welpen, der morgens in einem Karton vor dem Tierheimtor liegt, als auch um das Leben von z.B. von Imperator, Morgo und Arasz, dem voll mit Tumoren leidenden Retriever -  Denn :

Jede Seele zählt

Wir bitten Sie inständig: Unterstützen Sie unsere Arbeit, denn nur so können wir weiter helfen !

Fohlenauktion Maishofen - wir retten fünf Fohlen
 

http://tierschutz-ungarn.de/phpPETITION/

Jedes Jahr im Herbst finden im österreichischen Maishofen die großen Pferde- und Fohlenauktionen statt. Das Tierschutzprojekt Ungarn wollte nicht die Augen verschließen vor dem Leiden der Fohlen im Nachbarland Österreich, sondern den Tieren zu helfen. Dabei haben wir prominente Unterstützung durch die bekannte deutsche Schriftstellerin Gaby Hauptmann erhalten. Sie ist dem Tierschutzprojekt Ungarn sehr verbunden und hatte uns gebeten, eines dieser armen Geschöpfe für sie zu erwerben. mehr...

Bild: Wolfgang Stephanow im Gespräch mit Gaby Hauptmann