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Walterchen

Tinda

Fonda

hier spricht Fonda, die schwarze Dackeline aus Ungarn (Sie haben mich im Dezember 2005 gerettet).
Ich habe mich am Tag der offenen Tür im Tierheim Bonn sehr gefreut, Sie zu sehen und schreibe Ihnen nun, wie versprochen. (Mein Frauchen hatte in letzter Zeit viel um die Ohren, daher kann sie erst jetzt für mich schreiben.) Vielleicht ist ja auf Ihrer Internetseite „gut vermittelt“ noch ein Plätzchen für mich frei(?).
Nach inzwischen über anderthalb Jahren in meiner Familie geht’s mir in jeder Hinsicht prima.
Alle haben mich total ins Herz geschlossen, und weil das für mich nicht selbstverständlich ist, bin ich immer ganz, ganz lieb zu allen.
Inzwischen bin ich überhaupt nicht mehr ängstlich (manchmal schon ganz schön frech, sagt mein Frauchen), und habe schon viele Hundefreundschaften in unserem Stadtpark geschlossen.
Nur wenn mein Frauchen Seminare hat und ich den ganzen Tag mit Herrchen und meinem Zweitfrauchen(der Tochter den beiden) verbringe, bin ich immer ganz besorgt, ob sie auch wiederkommt. Da ich mit meinem Frauchen ins Büro darf, bin ich es nämlich gar nicht gewöhnt, dass sie nicht da ist. Überhaupt ist das ganz prima, dass ich (fast) überall mit hindarf. Ich bin dann meistens ganz leise und spiele meinen ganzen Charme aus (da springt schon die eine oder andere Wurstscheibe bei raus wenn ich den „ Unglücklicher- Dackel-Blick“, den ich in Perfektion beherrsche, anwende). Mein Frauchen behauptet dann immer, dass ich gar nicht am verhungern bin sondern nur gefräßig, aber meinen Augen kann halt keiner widerstehen. (Anmerkung des Frauchens: 8 Kilo sind dick genug!!)
Ich habe ein warmes Körbchen mit ganz vielen weichen Decken in der Küche beim Rest des Zoos. Ich lebe hier mit zwei Wellensittichen (die ich aber leider nicht fressen darf) und einem Leguan zusammen. Inzwischen habe ich mir einen Platz auf dem Sofa erobert und genieße jede Streicheleinheit. Nur ins Bett darf ich leider nicht, aber damit kann ich leben, solange es noch Sofas gibt.
Ich war auch schon 4 Mal mit in Urlaub, 2 Mal Frankreich, 2 Mal am Meer in Holland.
Das war prima. Die ersten beiden Tage war ich zwar immer etwas unsicher (hab halt immer noch ein wenig Angst, mein warmes Körbchen zu hause zu verlieren), aber dann bekam ich Spaß an der Sache. Wir wandern nämlich im Urlaub viel, aber auch Entspannung wie Ohrenkraulen und Kuscheln und in der Sonne liegen, kommt nicht zu kurz und wir sind fast den ganzen Tag draußen.
In Holland durfte ich ohne Leine am Strand toben, das fand ich prima, und habe mich sogar zu ein paar Bällchenspielen überreden lassen (was sonst unter meiner Würde ist). Da mein Jagdtrieb ungeheuer ist, muss ich zu hause leider meist an der langen Leine laufen aber das ist O.K.
Alles in allem bin ich immer noch sehr froh, dass ich mir mein Frauchen und meine Familie ausgesucht habe, auch wenn es harte Arbeit war und viele Tricks erforderte, bis ich klargemacht hatte, dass ich NUR zu ihnen und niemand sonst wollte.
Ich glaube, dass meine Familie mich sehr liebt und darüber bin ich sehr glücklich.
(Anmerkung des Frauchens: damit hat sie recht, ich würde sie niemals wieder hergeben und bin total glücklich dass sie bei uns ist).
Ich hoffe, dass noch viele meiner Hundekumpels aus Ungarn, vor allem die älteren Hunde wie ich, ein schönes warmes Körbchen in einer Familie die sie liebt finden.
Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und wünsche Ihnen alles, alles Gute.
Mein Herrchen hängt ein paar schöne Urlaubefotos von mir an die Mail, ich hoffe, das klappt.

Ganz viele liebe Grüße von

Fonda
und Carola