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I.G.Grenzenlos jetzt Tierschutz Projekt Ungarn e.V

Neue Ausgabe unsere Vereinszeitschrift Lebensplatz

Ab sofort können Sie hier unser aktuelles Vereinstelegramm [476 KB] lesen und downloaden.
Normalerweise erstellen wir für Sie zweimal im Jahr unsere Vereinsbroschüre "Lebensplatz". Diesmal können wir Ihnen leider nicht mit einer Zeitschrift dienen. Aus vielerlei Gründen mussten wir uns diesmal gegen die sehr zeitaufwändige Erstellung einer umfassenden Broschüre entscheiden. Um Sie dennoch mit wichtigen Informationen über die aktuelle Arbeit unseres Vereins zu versorgen stellen wir Ihnen ein Infotelegramm zur Verfügung.

Bilder und Filmausschnitt zu Baja

Hier können Sie sich Bilder und einen Filmausschnitt der ARD Sendung Brisant zur Hundefängeranlage Baja ansehen !

Das Töten hat begonnen - Baja eine Stadt in Ungarn

Liebe Tierfreunde, Mitglieder und Unterstützer des Tierschutzprojektes Ungarn

Leider müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass wir am vergangenen Mittwoch, den 31.3.2010, von unseren Tierschutzkollegen in Baja-Ungarn informiert wurden, dass seit heute am Karfreitag in der Hundefängeranlage der Stadt Baja wieder ab sofort alle Tiere die dort verwahrt sind getötet werden.
Über 15 Jahre haben wir in Baja geholfen und konnten den dortigen Tieren einen grausamen Tod ersparen, in dem wir sie abholten und sie in das 160 km entfernte Tierheim nach Székesfehérvár brachten, wo sie versorgt und medizinisch behandelt wurden. Vor über 15 Jahren konnten wir, dem damaligen Verantwortlichen überzeugen, dass in der Hundefänger-(Tötungsanlage) der Stadt Baja nicht mehr getötet wird. Bis zum heutigen Tage konnten wir Monat für Monat und Jahr für Jahr all die dort eingefangenen Tieren retten.
Doch wie überall auf der Welt zählt nicht das einzelne Leben sondern in erster Linie der finanzielle Profit des Einzelnen. In den ersten Jahren unserer Tierschutzarbeit in Ungarn fanden wir in Baja´s katastrophalen Tötung ca. 5-8 Hunde vor, welche wir übernahmen um sie in das, von uns betreute, sichereTierheim nach Székesfehérvár zu bringen. Damals wie heute war es nicht unser Ziel so viele Hunde wie möglich nach Deutschland zu bringen, sondern unsere Aufgabe bestand in der Hilfe zur Selbsthilfe/Hilfe vor Ort. In Baja war Tierschutz ein Begriff den niemand kannte. So entsorgte man seine Tiere in einer abseits der Stadt gelegenen Anlage unter Ausschluß der Öffentlichkeit. (Dies geschieht immer noch landesweit in 84 Hundefängeranlagen) Doch im Laufe der Jahre wuchs die Zahl der eingefangenen Hunde in Baja stetig. Natürlich hinterfragten wir diese Tatsache, und erfuhren über Dritte, dass die Stadt Baja hier ein lukratives Geschäft entdeckt hat. Die Stadt Baja macht Verträge mit den umliegenden Städten und Gemeinden, holt die Hunde dort ab und lässt sich auch das Töten der Tiere, welches ja durch unsere regelmäßigen 4 wöchigen Einsätze bisher nicht stattfand, großzügig von diesen bezahlen. Da liegt der Verdacht sehr nahe, dass nicht nur die umliegenden Städte und Gemeinden ,sondern auch der Staat ,der ein jährliches Budget für die Hundefängeranlage bereitstellt, betrogen werden. Immer mehr Hunde wurden im Laufe der letzten Jahre in die Anlage eingeliefert. Es folgten Verhandlungen über Verhandlungen, immer mit dem Ergebnis, dass man uns versprach weniger Hunde einzusammeln. Doch es waren lediglich Lippenbekenntnisse. Jeder einzelne Hund bringt der Stadt Baja Geld, und das allein zählt für die Verantwortlichen.
Im Februar und März 2010 eskaliert die Situation. Über 50 Hunde finden wir in einem katastrophalen Zustand vor. Zusammengepfercht in kleinen Käfigen, schwer verletzt und zerbissen, standen sie zum Abtransport bereit und sofort erhielten wir die Drohung der Verantwortlichen, sollten wir nicht diesen Tieren helfen werden sie getötet. Verehrte Tierfreunde, das ist keine Lösung des Problems. Zum einen konnten wir die Menge der Tiere nicht mehr in unseren Fahrzeugen transportieren, zum anderen ist das Tierheim Székesfehérvár nicht mehr in der Lage diese Menge an Tieren aufzunehmen, da auch hier eine ständige Überbelegung herrscht. Und so mussten wir im März des Jahres 2010 zum ersten Mal 28 Hunde ihrem traurigen, tödlichen Schicksal überlassen. In den darauf folgenden endlosen Telefonaten zeigte die Stadt Baja ihr wahres Gesicht. Der Leiter der Kommunalbehörde erklärte, dass ab sofort noch mehr Hunde in die Anlage gebracht werden um sie dort zu töten. Hier zählt jetzt nur noch der Profit und jegliche Form von Ethik und Moral ist bei den Verantwortlichen völlig verloren gegangen. Der Vorstand des Tierschutzprojekt Ungarn e.V.sieht hier kurzfristig in Verhandlungen keine Lösung mehr und wir sind schockiert über die derzeitige Situation. In unseren Gedanken sehen wir täglich die "Todeskandidaten", zusammengepfercht auf ihren Henker wartend. Aufgeben und Verdrängen wäre hier die einfachste Form, doch das ist nicht unser Weg. Einschüchtern von korrupten und machtbesessenen Lokalpolitikern lassen wir auch nicht. Wir haben entschlossen jetzt der Stadt Baja und ggf. dem Staat Ungarn in rechtlicher Form entgegenzutreten.
Das Tierschutzprojekt Ungarn e.V. hat eine renommierte Anwaltskanzlei in Ungarn mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt, und schon jetzt vorsorglich den Auftrag erteilt, Strafanzeige wegen Tierquälerei und Betrug gegen die Verantwortlichen der Stadt Baja einzureichen. Dies erscheint die einzige Möglichkeit zu sein den Tieren langfristig zu helfen. Wir bitten Sie inständig, helfen und unterstützen Sie uns bei diesem Kampf oder auch Krieg für die Hunde Ungarns. Wir gehen jetzt einen Weg der noch steiniger wird als in den vergangenen Jahren. Auch appelieren wir an den Bürgermeister und die Bürger der Stadt Waiblingen in Deutschland (Partnerstadt von Baja), nicht zuzusehen, wie hier nach gemeinschaftlichen kulturellen Veranstaltungen, wenige hundert Meter entfernt, gesunde Welpen und erwachsene Hunde sinnlos getötet werden. Vielleicht finanziert Baja das anschließende Buffet nach einer solchen Veranstaltung auch noch mit den Geldern die man mit dem Töten dieser wehrlosen Geschöpfe verdient? Wir bitten Sie liebe Tierfreunde, helfen und unterstützen Sie uns diesen finanziell sehr aufwendigen Kampf durchzustehen und durchzuführen. Unsere Gedanken sind bei den Tieren, die jetzt, heute, und morgen allein und verlassen sterben werden. Wir entschuldigen uns bei allen Tieren die ihr Leben von nun an in Baja lassen müssen.. Für den gesamten Vorstand war diese Entscheidung, die wir jetzt getroffen haben, eine der schwersten seines Lebens.

Protestakt gegen Hundesammellager in Italien

Protestieren Sie mit !!!

Wer denkt bei Italien nicht sofort an dolce vita, blaues Meer und herrliche Strände? Kaum jemand weiß dagegen, dass abseits der Städte, verborgen hinter hohen Mauern Hunderttausende Hunde unter katastrophalen Bedingungen in völliger Hoffnungslosigkeit dahinvegetieren. Damit diese Hunde eine Chance bekommen setzt sich unser Partnerverein ETN Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. für die armen Seelen in Italiens Hundelagern (sogenannten Canili) ein. Unser 1. Vorsitzender Wolfgang Stephanow besuchte im Namen und Auftrag des ETN diese staatlich geförderten Sammellager.
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Aktuelle Information

Samstag, 28. August 2010
Situationsbericht Szekesfehervar

Gestern erreichten uns die folgenden zum Teil beängstigende Nachrichten aus dem Tierheim Szekesfehervar:
Das Tierheim ist völlig überfüllt. Zur Zeit sind mehr als 200 Hunde im Tierheim. Auch die Katzenhäuser sind hoffnungslos überfüllt. Dramatisch sieht man die Situation der Hundewelpen. Täglich ! werden mehrere Welpen abgegeben. Das Welpenhaus ist voll, die Quarantäne der ankommenden Welpen kann nicht mehr aufrecht gehalten werden. Die Tierheimleiterin sieht sich gezwungen ggf. ein Aufnahmestop zu verhängen. Das Schicksal der abzuweisenden Welpen ist damit unbestimmt. Am vergangenen Wochende eskalierte die Gesamtsituation. Bei dem Versuch einen Hund medizinisch zu versorgen kam es zu einem Unfall. Eine Mitarbeiterin wurde heftig gebissen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Eine weitere Mitarbeiterin erkrankte so schwer, dass sie über längere Zeit ausfallen wird. Die Versorgung der vielen Tiere muss nun mit 2 -3 Tierheimmitarbeitern geleistet werden. Die Futtervorräte reichen im Moment nicht aus. Monatlich fehlen zur Zeit rund 600 Kg. Hundefutter um die erwachsenen Hunde zu ernähren. Für die Welpen gibt es im Moment leider kein Spezialfutter. Ebenso wird dringend Pulver zur Ungezieferbehandlung (Flöhe) für die Welpen benötigt. (Flohhalsbänder sind genügend da, können aber nicht für die Welpen genutzt werden).

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Der Verein "Tierschutzprojekt Ungarn e.V." ist vom Finanzamt Wipperfürth als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt worden.

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